verpackungsfrei oder verpackungsreduziert oder plastikfrei

verpackungsfrei oder verpackungsreduziert oder plastikfrei einkaufen?

Was ist wichtiger: verpackungsfrei oder verpackungsreduziert oder plastikfrei einzukaufen? Ganz klar, genau in dieser Reihenfolge! Plastikfrei oder verpackungsreduziert einkaufen ist nicht nur in den entsprechenden unverpackt Läden möglich sonder vor allem auch auf Märkten. Auf Gemüse- oder Wochenmärkten fällt das verpackungsfreie einkaufen relativ leicht, da die Ware meist offen angeboten wird. Kommt noch dazu, dass sie meist sehr frisch ist. Aber auch auf Hofläden lässt sich super frisch und verpackungsfrei einkaufen. Zudem macht es Spass selber oder mit der Familie über einen Markt zu flanieren oder beim Spaziergang oder einer Wanderung unterwegs noch was auf einem Hofladen zu kaufen.

Bei Reinigungsprodukten oder Kosmetik ist das verpackungsfreie oder plastikfreie einkaufen schon schwieriger. Oft hilft hier das Selbermachen. Pflegeprodukte gibt es bei Lush und Kosmetika bei verschiedenen Ketten. Hier muss man wie überall aufpassen, dass die Naturprodukte wirklich zertifiziert sind und bei Kosmetika ganz wichtig, dass auf Tierversuche verzichtet wird! Ebenfalls darauf achten, dass keine Mikroplastik enthalten ist! Gerade bei Kosmetika lohnt sich ein Blick auf die Website von tierversuchsfrei. Dort finden Sie eine Liste von in Moment ca 40 Herstellern, die garantiert auf Tierversuche verzichten. Und zwar nicht nur bei der Kosmetikaherstellung sonder auch – was viele verheimlichen – auch bei der Forschung zu den Grundsubstanzen.

Tierversuche und Plastik sind zwei grosse Übel, die man unbedingt vermeiden muss!


Wieso ist Plastik ein Problem?

Aus der Produktion von Kunststoffen ergibt sich zwangsläufig das Problem der Entsorgung der aus ihnen erzeugten Produkte (Plastikmüll). Die polymeren Bestandteile von Kunsstoff sind nicht wasserlöslich und belasten die Umwelt, insbesondere Gewässer und Ozeane für immer! Der WWF schätzt, dass zur Zeit 86 Millionen Tonnen von Plastik in unseren Ozeanen schwimmt und für unsere Erde und Flora und Fauna eine grosse Gefahr ist.

In diversen Kunststoffen enthaltene Bestandteile werden als hormonell wirksam eingestuft, einzelne davon werden unter anderem über die menschliche Nahrung aufgenommen.

Von den ca. 6,3 Milliarden Tonnen Kunststoff, die bis 2015 zu Abfall wurden, wurden nur ca. 9 % recycelt und 12 % verbrannt. Etwa 79 % der Kunststoffe wurden auf Müllhalden deponiert, respektive wurden in der Umwelt ausgebracht, wo sie sich nun anreichern und überhaupt keine Lösung der Problematik in Sicht ist. In vielen Ländern, wie zum Beispiel in Italien sind die Mülldeponien oft in der Hand der Mafia und werde auch mutwillig angezündet und abgebrannt. Zudem gibt es in der Gegend von Neapel und Caserta – also dort wo die Mafia alles kontrolliert – besorgniserregende zahlen von Krebserkrankungen. Leider sind vor allem auch Kinder betroffen. Dort werden von den entsprechenden Verbrechern selbst giftigste Abfälle wie Abest, Kühlschränke und Autoreifen auf offenen Feldern und Müllhalden einfach angezündet und bedenkenlos verbrannt.

Viele Produkte könnte man wiederverwerten. Die gängigen Trennverfahren sind aber sehr personalintensiv und erfordern einen hohen Einsatz an Wasser und Energie, so dass sowohl eine Kosten-Nutzen-Rechnung als auch die Ökobilanz negativ ausfallen. In vielen Ländern wie in der Schweiz wird etwa 90 % des Plastikmülls energetisch verwertet.

Als kleines Beispiel sei hier die Sondermülldeponie Kölliken im Kanton Aargau erwähnt. Dort wurde jahrelang Sondermüll deponiert und gelagert. Es sind 600’000 Tonnen Material angefallen, dass nun fachgerecht mit riesigem Aufwand entsorgt werden musste. Die Sanierung der Altlasten von nur dieser einen Deponie hat 900 Millionen Franken gekostet! Der Rückbau hat volle acht Jahre gedauert. In den Hallen musste ständig Unterdruck herrschen, damit die giftige Abluft nicht nach draussen entweichen konnte. An 1300 Arbeitstagen sind jeden Tag 460 Tonnen belastetes und vergiftetes Material abtransportiert worden. Zahlen musste dies fast alles die Steuerzahler aus den Kantonen Aargau und Zürich.

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